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Neuigkeiten
31.03.2017, 18:36 Uhr
Joachim Kößler und Ulli Hockenberger führen Gespräch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Karlsruhe e.V., Jo Wirth-Schäfer.

Um sich ein Bild der Situation vor Ort zu machen, kamen kürzlich die CDU-Landtagsabgeordneten Joachim Kößler (Bretten) und Ulli Hockenberger (Bruchsal) zusammen zum Gespräch mit dem stellvertretenden DRK-Kreisgeschäftsführer Jo Wirth-Schäfer.

Wirth-Schäfer schilderte gemeinsam mit Frank Eckardt, Krankentransportwachenleiter des DRK, die aktuelle Situation des Rettungsdienstes und den Einsatzbereich des DRK-Kreisverbandes Karlsruhe e.V.. „Im Jahr 2000 wurden im Rettungsdienstbereich Karlsruhe ca. 22.000 Notfalleinsätze bearbeitet. Derzeit beläuft sich die Anzahl der der Notfalleinsätze auf 34.000“, erfahren die CDU-Abgeordneten bei ihrem Gespräch.

Neben den generellen Notfalleinsätzen wurde im Rahmen des Gesprächs auch über die Hilfsfristen sowie über steigende Fehleinsätze im Rettungswesen diskutiert. So nehme zu, sagte Wirth-Schäfer, dass gerade eine große Zahl von Fehleinsätzen im Rettungsdienst zu einer starken Belastung der Vorhaltung führe. „Diese Zahl hat in den vergangenen Jahren weiter zugenommen“, ergänzte der DRK-Vertreter des Landkreises. Analog zur Belastung der Notaufnahmen der Kliniken steige auch die Belastung des Rettungsdienstes.

Erfreulich ist, dass die durchschnittliche Eintreffzeit im Notfall bei 9 Minuten liegt“, merkten die Abgeordneten an. „Dennoch ist vor allem die Einhaltung der Hilfsfrist in strukturschwachen Gebieten nicht gewährleistet“, fügt Eckardt hinzu. Man sehe – und da sind sich die Gesprächsteilnehmer einig – vor allem in den Bereichen Unteröwisheim, Malsch sowie Pfinztal Verbesserungsbedarf.

„Wir müssen aufpassen, dass es bei den Hilfsfristen kein Stadt-Land-Gefälle gibt, sondern die ärztliche Notfallversorgung für alle Menschen gleich gut ist. Unser ländlicher Raum darf nicht schlechter versorgt sein“, so Joachim Kößler und Ulli Hockenberger sagte: „Wir müssen zusammen für einen bedarfsgerechten Ausbau und die vollständige Anerkennung unseres Rettungswesens kämpfen.“

Joachim Kößler und Ulli Hockenberger dankten für das ausführliche und sehr informative Gespräch – bei dem es auch um die Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes und um bürokratische Hindernisse, dem sich das Rettungswesen ausgesetzt sieht ging – und berichteten, dass sie sich schon seit längerer Zeit mit dem Thema Hilfsfristen beschäftigen.

Aktuell haben die Abgeordneten gemeinsam mit ihrer Kollegin Christine Neumann eine Anfrage im Landtag zu den Hilfsfristen im Rettungsdienstbereich Landkreis Karlsruhe gestellt. Im Detail geht es darin, um Maßnahmen zur Verbesserung der Hilfsfristen, wie die aktuellen Hilfsfristen in den jeweiligen Versorgungsbereichen sind und wie es um die Personalsituation steht.